Autorenlesung
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Sonntag, 24. Oktober 2004, 17 Uhr:
Michael Basse
liest
Partisanengefühle Lyrische Protokolle
Einladung zum Ausdrucken (PDF, 152 KB)
MICHAEL BASSEs lyrische Protokolle sind eine in heutiger poetischer Produktion seltene Herausforderung. Seine Partisanengefühle resultieren aus dem Dialog zwischen Verneinung und Bejahung, Wunsch und Verweigerung, Frage und Urteil. Um es mit einem Gedichttitel zu sagen: Null eins. Entscheidungsgierig. Ein kräftiges Medien-weltbewusstsein treibt ihn an und weiter - und damit auch den Leser. Was den Autor bewegt, sind allgemein zugängliche Themen. Mit ihnen gelingt es ihm, innere Resonanzräume und äußeres Gehör zu erreichen. Er bezieht Stellung, er nimmt Haltung ein und provoziert damit auch die des Lesers.
Die dazu gehörige CD mit 17 Gedichten, vom Autor gelesen, und der dazu komponierten Musik von OPUS ONE ist eine Klanginstallation von einprägsamer Originalität.
Micheal Basse,
geboren 1957 in Bad Salzuflen/NRW, studierte Jura sowie Philosophie und
Germanistik in Regensburg und München, wo er seit 1984 lebt. Veröffentlichungen
in Zeitschriften und Anthologien (u.a. Jahrbücher der Lyrik 1999, 2002, 2004);
zwei Gedichtbände: Und morgens gibt es noch Nachricht, Edition Toni Pongratz,
Passau 1992 (²1994); Die Landnahme findet nicht statt, Corvinus Presse Berlin,
1997. Ein Auszug aus der Erzählung Das Sicherheitsrisiko erschien in Wespennest
122 (3/2001). Er übersetzte Gedichte von Blaga Dimitrova, Ljubomir Nikolov,
Boiko Lambovski (bulgarisch), Anise Koltz, Jean Portante (französisch) und John
F. Deane (englisch) ins Deutsche. Von 1994 bis 1999 schrieb er regelmäßig
Literatur-kritiken für die Süddeutsche Zeitung. Seit 1993 ist er freier
Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks; zahlreiche Radioessays und -portraits
(zuletzt: Schreiben von der anderen Seite. Der ungarische Schriftsteller Imre
Kertész, BR 1999/2002, 55 Min.)
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